Mit einem Buchstabentransparent forderte die RuF die Badbesucher zur Rettung der Freibadwiese auf, die bekanntlich einer zukünftigen Bebauung zu 2/3 geopfert werden soll, wenn es nach den Wünschen des Bornheimer Stadtrat gehen soll.
RuF-Sprecher Harald Stadler nannte das Verkaufsvorhaben des Stadtrates eine Entscheidung die dem Willen vieler Bornheimer Bürger und fast allen Besuchern des Hallenfreizeitbades widerspricht. Gut 90 Prozent aller Bornheimer, die die RuF anspricht haben sich gegen den Verkauf der Wiese ausgesprochen und unterstützen mit ihrer Unterschrift das beantragte Bürgerbegehren.
Damit nicht wie in Stuttgart plötzlich Bagger und Baukräne auf dem Wiesengelände Tatsachen schaffen und erst dann dem Bürger bewusst wird, dass ein wertvoller Grünbereich im Ortsteil Bornheim für immer platt gemacht wird, will die Ruf jetzt eine Neubesinnung und Neuorientierung im Stadtrat herbeiführen, beschrieb Harald Stadler die nun verstärkt anlaufenden Aktionen der RuF.
Mit einer stadtweiten Plakataktion werden ab nächster Woche die Bornheimer erneut auf die Situation und die Auswirkungen des Freibadwiesenverkaufs aufmerksam gemacht.
Das Hallenfreizeitbad mit seiner Wiese ist Eigentum der Bornheimer Bürgerschaft, auch wenn dies einige Lokalpolitiker gerne anders sehen möchten. Die 44 Stadtratsmitglieder verwalten nur das Eigentum der Bürgerschaft. Wenn wichtige Bereiche der Bornheimer Infrastruktur vom Stadtrat veräußert werden, muss der Rat dies nicht nur begründen, sondern ebenfalls die Bürger befragen, so Stadler. Wenn nach einer Emnid-Umfrage mehr als 70 Prozent der Befragten einen Volksentscheid für eine wirksame Form der Bürgerbeteiligung halten dann sollten die Bornheimer Volksvertreter sich nicht davor drücken, ihre Bürger bei der Entscheidung zum Verkauf der Freibadwiese per Volksentscheid zu beteiligen, wenn der Rat dann unbedingt die Wiese verkaufen möchte.
Der häufig getätigte Verweis auf die repräsentativen Rechte eines Stadtrates, weil z.B. die Bürger die Tragweite eines Volksentscheides nicht begreifen würden, wäre ein fatales Eingeständnis der Koalitionsfraktion aus CDU und Grünen Ratsmitgliedern, einschließlich der Oppositionsfraktionen von SPD, UWG und FDP, dass sie sich während der Dauer einer Legislaturperiode nicht vom Wähler in die Karten schauen lassen möchten.
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