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Gründungsversammlung der Initiative RUF „Rettet Unsere Freibadwiese“

Nur einen Tag, nachdem der Stadtrat den Beschluss getroffen hatte, die Freibadwiese grundsätzlich zu verkaufen und nach einem Investor für die geplante bauliche Erschließung zu suchen, gründeten auf Einladung von Harald Stadler 10 Kritiker dieser Entscheidung die Bürgerinitiative RUF die 2.

In Anlehnung an die 1. Initiative, die vor 13 Jahren schon einmal mit dem Antrag auf einen Bürgerentscheid und der Unterstützung von über 5000 Unterschriften erfolgreich eine Bebauung der Freibadwiese verhindern konnte, sind sie nun der Kern einer neuen Bürgerinitiative. Ihr Name: RUF >Rettet unsere Freibadwiese< .

Die RUF benannten als Vertretungsberechtigte:

Hans Jürgen Schütz-Jaritz, Bornheim, Rolf Wiese, Bornheim und Harald Stadler, Roisdorf.

Die Initiative RUF ruft alle Bürger der Stadt Bornheim auf, von ihrem Mitbestimmungsrecht bei der Veräußerung von Vermögenswerten der Bornheimer Bürgerschaft Gebrauch zu machen. Gegen den Willen der wahlberechtigten Bornheimer Bürger kann der Rat die Freibadwiese nicht verkaufen und für die Bebauung freigeben, so § 26 der Gemeindeordnung von Nordrhein-Westfalen.
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Mitteilung an die Presse

(Freibadwiese)


Stadtrat verkauft die Freibadwiese ohne die Bürgerschaft an dieser Entscheidung zu beteiligen!

Erneut beabsichtigt der Bornheimer Stadtrat, die Wiese des Bornheimer Freibades an einen privaten Investor zu verkaufen.

Auch nach einem Verkauf der Freibadwiese wird der städtische Haushalt nicht dauerhaft entschuldet, vielmehr wird das Grundvermögen der Bornheimer Bürgerschaft veräußert, das derzeit der Erholung, der sportlichen Betätigung und der Freiraumgestaltung dient.

Zurzeit bilanziert die Stadt diese Gesamtfläche der Freibadwiese (ca. 2 Hektar) mit einem Viertel des durchschnittlichen Bauland-Bodenwertes auf ca. 1 Million Euro in Ihrer Eröffnungsbilanz. Selbst wenn die Stadt 2 Millionen Euro durch den Verkauf erzielen würde (gerechnet wird mit 1,5 Millionen Euro), wird dies keine spürbare Auswirkung im derzeitigen Nothaushaltsrecht haben. Die Stadt wird durch den Verkauf keinen ausgeglichenen Haushalt in 2011 und den Folgejahren erzielen, aber um einen maßgeblichen Freiraum im Kernbereich der Stadt Bornheim ärmer.

Dieser Grünzug im unmittelbaren Bachbereich, der sich von der Alfterer Stadtgrenze über Roisdorf, Bornheim bis in die Gemüsefelder der Rheinebene bei Widdig hinzieht, verliert mit dem Sperrriegel einer verdichteten Bebauung den Charakter eines innerstädtischen durchgehenden Grünzuges. Dies stößt auf den Widerstand vieler Bürger. Der Freiraum im städtischen Zentrum Bornheim/Roisdorf mit rund 14.000 Einwohnern, darf nicht der Baulandspekulation und der privatwirtschaftlichen Vermarktung geopfert werden.

Doch viel schwerwiegender sind die Auswirkungen auf den Betrieb des Freibades. Als größte Kommune im linksrheinischen Kreisgebiet mit über 48.000 Einwohnern braucht Bornheim diese Freibadwiese. Nur reiche Bürger mit privatem Pool können auf ein öffentliches Bad verzichten. Unser Freibad mit seiner weiträumigen Freifläche, in Kombination mit dem Hallenbad, ist hervorragend aufgestellt. Die Attraktivität strahlt weit über Bornheim hinaus. Diese Stärke sollte man ausbauen statt durch den Wiesenverkauf abbauen. Die Freibadwiese könnte z.B. außerhalb der Freibadsaison als öffentliche Parkanlage genutzt werden.

Vorschläge, die nie ernsthaft im Stadtrat diskutiert wurden. Darüber hinaus fehlt ja seit Jahrzehnten das einst mit eingeplante und zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehene Schwimmer- und Turmspringerbecken. Dies würde unseren Bürgern und Gästen mehr nützen als dem Stadtrat durch die jetzt beschlossene einmalige Vermarktung als Bauland. Gerade in Krisenzeiten verkauft man nicht seine Filetstücke. Genauso gut könnte der Stadtrat seine innerörtlichen Dorfplätze oder die in Ortsrandlage liegenden Sportplätze, nach beschlossener Umwidmung in Bauland, verkaufen. Wird dies die nächste Verzweiflungstat der Ratskollegen sein? Wie dem auch sei:

Der Stadtrat denkt, doch der Bürger lenkt!

Schon 1998 scheiterte ein Verkauf der Freibadwiese, als über 5000 Bürger sich in einem Bürgerbegehren gegen den Verkauf der Freibadwiese aussprachen.

Leider ignoriert die Politik heute erneut diesen Bürgerwillen, in der Hoffnung, dass im Jahre 2011 der Verkauf des städtischen Vermögens „Freibadwiese“ in der Bornheimer Bürgerschaft auf nicht mehr so heftigen Widerstand stößt, wie im Jahre 1998. Wir sehen dies anders und rufen alle Bürger der Stadt Bornheim auf dies zu verhindern.

Presseberichte 2011

Kölner Stadtanzeiger 23.05.2011. "Viele Familien kamen an die Urne"
Wir im Vorgebirge 23.05.2011. "Infos zum Verlauf des Bürgerentscheid"
Bonner Rundschau 16.05.2011 "Äcker als Bauland"
Generalanzeiger 13.-14.05.2011 "Doppelte Spekulation"
Bonner Rundschau 12.02.2011 "Wir brauchen die Wiesenfläche nicht"
Express 12.05.2011 "Bornheim wählt: Ja oder Nein zur Wiese am Freibad"
Wir im Vorgebirge 29.04.2011. "Jetzt sind die Bürger gefragt"
Kölner Stadtanzeiger 29.4.2011. Kampf um die Freibadwiese geht in die letzte Runde.
Generalanzeiger 29.04.2011. Initiative informiert zum Bürgerentscheid
Wir im Vorgebirge 28.02.2011. "Jetzt ist wieder der Bürger gefragt"
Bonner Rundschau 25.2.2011. Rat führt Bürgerentscheid herbei.
Generalanzeiger 25.02.2011. Bornheimer entscheiden über die Wiese
Generalanzeiger 26.01.2011. Naturschützer regen "Bürgerpark" an.
Wir im Vorgebirge 25.01.2011. "BUND bringt Bürgerstadtpark ins Gespräch"

Presseberichte 2010

Freibadwiese als Freiraum erhalten -
BUND verweist auf den Biotopverbund und den Wert des Stadtgrüns
Stadtpark statt Bebauung

Bornheim, 18.8.2010:
Im Streit um die Bebauung der Freibadwiese in Bornheim meldet sich jetzt auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu Wort. Er erinnert mit Nachdruck an den Wert auch der Freibadfläche für den Biotopverbund entlang des Bornheimer Baches. Der Sprecher des BUND Rhein-Sieg, Achim Baumgartner, verweist auf die Biotopverbunddarstellung des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Dort wird der Bachkorridor als landesweit bedeutender Verbundkorridor dargestellt. Dabei sei klar, dass die angrenzende Freibadwiese, gerade auch wegen der nur extensiven Gesamtnutzung, den sehr schmal dargestellten Korridor stärke und gemeinsam mit anderen Grüninseln entlang des Baches überhaupt erst funktionsfähig mache. Nur den Bach als enges grünes Band zu erhalten, reiche daher keinesfalls aus, zu groß wären die ständigen Störungen der Tiere durch die Nutzungen an den Rändern, die Verbundwirkung 'risse ab'. Der BUND tritt deshalb dafür ein, die Freifläche des Freibades zu erhalten und nicht zu bebauen. "Anstatt den Biotopverbund durch Bornheim zu verschlechtern, sollte er vielmehr durch zusätzliche Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen gestärkt und wieder verbessert werden", regt der BUND an, denn die Vernetzung der Biotope untereinander sei eine der notwendigen Voraussetzung, um das bundesweite Artensterben zu stoppen. Ganz konkret hat der BUND dabei auch die Quarzgrube Brenig im Blick. Schließlich wird dieses Naturschutzgebiet über den Grünkorridor entlang des Bornheimer Baches mit dem Rheintal verbunden.

Ein weiteres Argument für den Schutz der Freibadwiese ist deren Bedeutung für die Naherholung der Bornheimer Bevölkerung. Es sei, so der BUND, einfach wichtig, ausreichend viele Grünflächen zu erhalten, die auch tatsächlich für Naherholungsansprüche genutzt werden können. Diese Flächen im Siedlungsbestand nach und nach zu zerstören und die Erholungsbedürfnisse der Menschen auf unbenannte, entferntere Freiflächen im Außenbereich zu verweisen, sei städtebaulich keine gute Lösung. Orte sollen ja selbst lebens- und liebenswert sein, nicht nur ihre Umgebung.
Die Bebauung der Freiflächen im Siedlungsbestand, also von Spiel- und Bolzplätzen, Gemeindewiesen, Liegewiesen usw. sei eine schlechte Tradition der Kommunen, so Achim Baumgartner. Damit könne kurzfristig zwar Geld verdient werden, die Anforderung des Baugesetzbuches, in der Stadt selbst die Grundbedürfnisse der Bewohner zu befriedigen, werde aber nicht mehr ausreichend beachtet. Für ein gutes Kleinklima, für nutzbare wohnungsnahe Erholungsflächen, zur Minderung des Feinstaubs und des Lärms usw. sei ausreichend viel Grün IN der Stadt unverzichtbar.

Als Kompromiss könne man darüber nachdenken, die Freibadwiese als Stadtparkfläche außerhalb der Freibadsaison zugänglich zu machen, dadurch werde sie z.B. für die Senioren des angrenzenden Seniorenheimes mit nutzbar. Eine Bebauung sei aber besonders störend.

V.i.S.d.P.:
BUND Rhein-Sieg-Kreis
Achim Baumgartner (Sprecher)
Steinkreizstraße 14
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 2007566
General-Anzeiger Bonn, 12. Juli 2010 - Rettet unsere Freibadwiese
Wir im Vorgebirge, 12. Juli 2010 - Initiative RUF „Rettet Unsere Freibadwiese“
General-Anzeiger Bonn, 21. Juli 2010 - Wie die Nordsee ohne Strand
Kölner Stadtanzeiger, 21. Juli 2010 - Bürger wollen Wiese retten
Wir im Vorgebirge: Bürgerinitiative RUF beim Bornheim-Tag aktiv
General Anzeiger - 30.08.2010: 294 Bornheimer schwimmen kostenlos
Bonner Rundschau - 30.08.2010: Kritische Stimmen zum Teilverkauf der Freibadwiese
Wir im Vorgebirge Initiative RUF „Rettet Unsere Freibadwiese“
Als großen Erfolg und Belohnung für das arbeitsintensive Engagement aller aktiven Mitarbeiter der Bürgerinitiative "Rettet unsere Freibadwiese" RuF wertete Sprecher Harald Stadler die jetzt stattgefundene Zwischenbilanz der gesammelten Unterschriften.
Generalanzeiger Bonn - 06.09.2010: 3.500 Unterschriften unter Dach und Fach
General-Anzeiger Bonn, 16. September 2010 - Streit um Höhe der Schulten
General-Anzeiger Bonn
Bürger wollen ein Wort mitreden
Übergabe Unterschriftenliste 7. Oktober 2010
Bonner Rundschau
Bürgermeister zollt Initiative Respekt
Übergabe Unterschriftenliste 7. Oktober 2010
General-Anzeiger Bonn
Teilerfolg
19. November 2010
Bonner Rundschau
Etappensieg
11. November 2010
Bonner Rundschau

12. Dezemberr 2010

Neue Pressmitteilungen folgen.

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